Rosenstock-Huessy betrachtet die vier Evangelien als die Frucht des Lebens, des Todes und der Auferstehung Jesu Christi. Jesus Christus ist der Wendepunkt in der Weltgeschichte.
Dieser Teil der Website befindet sich noch im Aufbau, da ich mich derzeit noch mit dem Werk „Die Frucht der Lippen“ von Rosenstock-Huessy über die Evangelien beschäftige. Es handelt sich um eine etwa 100 Seiten umfassende Abhandlung, die Teil eines der Hauptwerke von Rosenstock-Huessy, „Die Sprache des Menschengeschlechts“, ist. Rosenstock-Huessy betrachtet Jesus Christus als Eckstein und Schlussstein der Menschheitsgeschichte.
Zunächst einmal folgt hier eine Zusammenfassung dieses Werkes. Sie kann als Lesehilfe beim Lesen des Werkes selbst (auf Niederländisch erhältlich als „De Vrucht der Lippen“) und für den bereits etwas eingeweihten Leser auch als Zusammenfassung desselben dienen. Bereits eingeweiht: Eine Zusammenfassung ist zwangsläufig zu kurz. Das Werk selbst ist bereits sehr kurz und prägnant. Es erfordert an sich schon mehr Studium, um es gut zu verstehen. Dieses Werk wirft zudem eine Reihe von Fragen auf, auf die ich weiter unten auf diesen Seiten eingehen werde.
1. Die Bedeutung und Zusammenfassung von „De Vrucht der Lippen“.
2. Die Fragen, die sich daraus in Bezug auf das Neue Testament und in Bezug auf unsere heutige Zeit ergeben
Es wird also noch mehr folgen. Aber dies ist schon einmal da.
Es stellt sich natürlich die Frage, inwiefern Rosenstock-Huessys Position zu den Evangelien mit dem Stand der aktuellen Evangeliumsforschung zusammenhängt. Auch diese Forschung ist an sich kein einheitliches Ganzes. Die Neutestamentler – und nicht nur sie – unterscheiden sich erheblich in ihren Ansichten über die Evangelien. Ich habe versucht, einen Weg darin zu finden, und dieser Weg zeichnet sich in den folgenden 8 Texten ab.
Die ersten sieben Texte sind eher technischer Natur. Sie dienen dazu, die Beweiskraft der Texte hinsichtlich der Entstehungsreihenfolge der Evangelien zu untersuchen. Das lässt sich nicht ganz losgelöst von ihrem historischen Kontext, der Dringlichkeit, auf die das Evangelium antwortet, und damit von der Botschaft betrachten. Wer jedoch lieber damit beginnen möchte, sollte besser mit Text 8 starten. Dieser fasst die verschiedenen Erkenntnisse zusammen und gibt meine Ansichten zu dieser Evangeliumsforschung wieder.
1. Die vier Evangelien am Scheideweg der Geschichte
2. Butler über die Priorität des Matthäus-Evangeliums
3. Farrer über die Überflüssigkeit einer „Q“-Quelle für Matthäus und Lukas
4. Goulders Sichtweise auf Lukas
5. Farmer: Markus nach Lukas
6. Ein Evangelium aus zwei
7. Robinson über die Datierung der Evangelien, alle vor 70
8. Die Botschaft des Markus – für wen und warum?
Rosenstock-Huessy ist kurz gefasst: Das erwähnte Werk umfasst noch keine hundert Seiten. Entscheidend darin ist, dass die verschiedenen Kulturströmungen der Antike zu einer Einheit zusammengeführt werden, die über jede einzelne von ihnen hinausragt. Die Evangelien, Jesus Christus, sind der Knotenpunkt, von dem aus die Strömungen der menschlichen Gesellschaft zueinander hin gelenkt werden. Hier beginnt die Einheit der Menschheit.
Ich bin dabei, folgendes Programm umzusetzen:
1. Darlegen, was Rosenstock-Huessy mit dieser Einordnung der Evangelien meint.
2. Seine Lesart der Evangelien wiedergeben
3. Seine Lesart der Evangelien an den gängigen und weniger gängigen Auffassungen über die Entstehung und die Botschaft der Evangelien zu prüfen. Umgekehrt übrigens auch.
Einen Teil des Programms habe ich so weit umgesetzt, dass ich ihn auch auf der Website veröffentlichen möchte.
Dieser Teil befasst sich vor allem mit dem inneren Zusammenhang, dem Ursprung und der Botschaft der synoptischen Evangelien.